„Nein, Doch, Ooooh!“ [Blogparade]

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Für diese Blogparade – welche vom Archäologischen Museum Hamburg und Kunsthistorikerin Tanja Praske initiiert wurde -, muss ich den kurzen aber prägnanten Filmsatz vom französischen Schauspieler und Komiker, Louis de Funès, zitieren:

„Nein, Doch, Ooooh!“

Warum? Genau dieser Satz schoss mir durch den Kopf, als ich durch die Twittertimeline scrollte und mein Auge an folgendem Aufruf hängen blieb:

Als ich den Fragenkatalog las, dachte ich mir … NEIN!

▪ Wie erfährst, siehst und bewertest Du Kultur?
▪ Gibt es dabei Aha-Erlebnisse, Geistesblitze oder besondere Erkenntnisse für dich?
▪ Was empfindest Du, wenn Du dich auf Kultur und Kunst einlässt? Was ist dir dabei wichtig?
▪ Welche Kulturerlebnisse sind dir warum die liebsten? Hast Du besondere Favoriten?
▪ Fehlt dir etwas? Gibt es einen Wunsch, den Du schon immer bei Kulturinstitutionen äußern wolltest? Was können Kulturinstitutionen für dich tun, damit Du gerne zu ihnen kommst?

Ich fühlte mich schier erschlagen von den wissenshungrigen Fragen der Macher und in meinem Hirn ratterten die grauen Zellen, während ich Frage für Frage analysierte. Dann plötzlich … DOCH!

Diese beiden Fragen waren ja wie für mich gemacht:

▪ Hast Du Kindheitserinnerungen … während Du dich auf Kultur einlässt?
▪ Gab es jemanden, der deine Neugierde für Kulturelles geweckt hat?

Aber klar doch, habe ich, gibt es … OOOOH!

Sofort schwelge ich in Kindheitserinnerungen und was für spannende Geschichten mir mein Vater bei den unzähligen Museumsbesuchen erzählte. Dabei spielte aber ein Museum eine ganz besondere Rolle – das Schloss- und Spielkartenmuseum in Altenburg/Thüringen. Denn seit ich Denken kann, gehörte dies zu den regelmäßig  „heimgesuchten“ Museum.

Es wurde nie langweilig, Daddy hatte stets neue Geschichten zu erzählen. Und heute erzähle ich euch diese/meine Geschichte in der 11. Episode des MUSEUMSCASTES. Sie führt mich erneut in das Schloss- und Spielkartenmuseum und wird diesmal sehr persönlich. Sonst befrage ich ja immer die Museumsmenschen – diesmal spreche ich quasi mit mir selbst:-)

Hier endet also der schriftliche Teil der Blogparade, weiter geht es im Podcast ON AIR!

Im Podcast erwähnt:
#KultBlick auf Twitter
Sammlung aller Blogparaden-Beiträge
Der Rote Teppich führt zum Ritter (Foto oben)
(M)ein Ritter „Kunibert“ ist mittlerweile hinter Glas gesichert (siehe Fotos unten)
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Ich wollte nie ins Museum!

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Wie fange ich am besten an? Eine gute Frage für die zehnte Episode im Museumscast. Wenn es ein wenig reißerisch sein darf, dann würde mir folgender Einstieg gut gefallen:

Historikerin packt aus: „Museum hatte für mich immer einen langweiligen Anklang!“

Damit ist quasi alles gesagt, aber es kommt auch irgendwie negativ rüber. Also zweiter Versuch:

Mit dem Essen kommt der Appetit: Wie eine Historikerin ihre Liebe zum Museum fand

Das klingt doch schon besser und damit sind wir nun auch Mittendrin, denn im heutigen Podcastgespräch berichtet die Museumsleiterin Cornelia Sommerfeld über ihre Arbeit im Heimatmuseum der Stadt Meerane – einer Gemeinde mit 14.000 Einwohnern, welche ihre Hochzeit während der Industrialisierung als Weberstadt hatte. Heute ist sie weniger unter diesem Zusatz Weberstadt bekannt, umso wichtiger deshalb auch die Erhaltung der Heimatgeschichte im Museum selbst.

Doch nicht nur die Heimatgeschichte spielt bei der studierten Historikerin eine Rolle. Sie legt ebenso Wert auf Sonderausstellungen zu heimatgeschichtlich übergreifenden Themen, denn aus eigener Erfahrung weiß sie, dass man mit Heimatgeschichte allein, nicht die Massen hinter dem Ofen vorlockt. Um also den Kreis zur reißerischen Überschrift am Anfang zu schließen. Ursprünglich wollte sie tatsächlich nie in einem Museum arbeiten. „Museum hatte für mich als Historikerin immer so einen gewissen langweiligen Anklang“, sagt sie offen im Gespräch mit dem Museumscast. Wie es zu dieser Sinnesänderung kam, berichtet sie in Episode Nummer 10.

Selbstverständlich kommen auch Fragen, wie:

–          wer ist die Zielgruppe des Museums?

–          welche Raritäten können Besucher aus der Ferne entdecken?

–          was macht ein Museum bei Platzproblemen?

zur Sprache.

Und wie es überhaupt dazu kam, dass ich das Museum meiner Heimatstadt erst in Episode 10 zu Wort kommen lasse, verrate ich an dieser Stelle noch nicht. Hört einfach mal rein. OK…für die ganz Eiligen: Ab Minute 9 gibt´s die Auflösung dazu😊

Viel Spaß beim Reinhören!

Hier geht es zu den im Podcast erwähnten Links und Aktionen:

Heimatmuseum bei Twitter

Das Heimatmuseum ist in der städtischen Homepage integriert: KLICK

Facebook-LIVE-Stream zur Sonderausstellung „Meerane – Früher und Heute“

Aktion #holzmachtsachen

einblick

Z(w)eitreise durch bewegende Geschichte

Rush-Hour oder Berufsverkehr – zwei Begriffe, die Autofahrer durchaus einen erhöhten Pulsschlag bescheren. Dabei mag es sich manchmal nur um Minuten handeln, die man auf dem Weg ans Ziel „verliert“. Dabei war es vor noch nicht einmal 100 Jahren völlig normal unzählige Stunden, ja gar Tage zu benötigen, um von A nach B zu kommen. Im Falle einer roten Ampel im Hier und Jetzt allerdings weniger relevant. Warum? Unsere schnelllebige Zeit lässt uns – um im mobilen Bereich zu bleiben – schnell daran vorbeirauschen.

Genau an diesem Knotenpunkt setzt das Verkehrsmuseum Dresden an. In einer imposanten Ausstellung zur über 200jährigen Geschichte des Straßenverkehrs bekommt der Besucher auf so genannten Zeitinseln, Einblicke in die jeweilige „Verkehrslage“. Dabei setzt das Team des Museums den Fokus auf den Dialog mit dem Besucher. So dürfen die Gäste – wie der Name schon sagt – an der Mitmachstation „mit machen“ und sich die eigene Mobilität von morgen schaffen. Doch nicht nur das: Die seit Mai 2017 präsentierte Dauerausstellung „Leinen los!“ widmet sich dem Verkehrsmittel zu Wasser. Auch hier steht wieder der Besucher im Mittelpunkt, kann selbst an Bord gehen, sich durch 1.000 Jahre Schifffahrt manövrieren und im digitalen Regattaspiel ein eigenes (hoffentlich) seetaugliches Schiff entwerfen.

Genauso historisch-modern präsentieren sich die wechselnden Sonderausstellungen. Das Museum verbindet längst vergangene Zeiten mit modernster Präsentation.
Wie den Museumsmenschen diese Balance gelingt, haben Joachim Breuninger, Direktor und Geschäftsführer des Verkehrsmuseums Dresden und Manuel Halbauer, Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit und Neue Medien im MUSEUMSCAST berichtet.

Dabei geben sie Einblicke in die Entstehung des Museums zu tieftsten DDR-Zeiten und den Aufbruch in neue (digitale) Welten.
In den knappen 60 Minuten Gespräch kommen u.a. Themen, wie…

…warum man keine Angst vorm Besucherfeedback haben sollte
…warum Social Media nicht nebenher laufen darf
…warum das Vertrauen in die (Social Media) Mitarbeiter wichtig ist, zur Sprache.

Zudem gibt Joachim Breuninger Tipps für Pädagogen, um den lehrplanmäßigen Museumsbesuch zu einem Aha-Erlebnis werden zu lassen und verrät ein offenes Geheimnis;-)

Nun aber schnell zum PODCAST wechseln und Reinhören!

Halt! Halt! Warum heißt es denn in der Überschrift dieses Artikels „Z(w)eitreise“? Ganz einfach, die Sonderausstellungen nehmen verschiedene Verkehrsobjekte gezielt unter die Lupe. Wer also immer Up to Date sein möchte, kommt um weitere Besuche nicht herum. Es lohnt sich.

Sonderausstellungen:
bis 06.08.2017: Trophys & Trophäen. MZ-Motorräder aus Sachsen 1952-2005
30.09.2017 bis 18.03.2018: Ich.Fahr.Rad. Fahrradgeschichte(n)

Weiterführende Links:
Webseite des Verkehrsmuseum Dresden
Das Verkehrsmuseum auf Facebook
Verkehrsmuseum DD twittert auch
Mobilität auf Instagram in Bildern

Adresse:
Verkehrsmuseum Dresden
Augustusstraße 1
01067 Dresden

Kleiner Einblick in das Verkehrsmuseum gefällig? Hier geht´s zu einem kurzen Clip:

VLOG Verkehrsmuseum Dresden from Einfach.Kreativ – KULTUR.KANAL on Vimeo.

Mit dem Essen kommt der Appetit…

Wie eine Museumspädagogin Schüler für „ihr“ Museum begeistern kann

Was tun, wenn Schüler gelangweilt ins Museum kommen? Im PODCASTGESPRÄCH berichtet Museumspädagogin Isabell Kühnreich, wie sie mit lustlosen Schülern Museumsstaub aufwirbelt und der vermittelte Geschichts(unterrichts)stoff auch hängen bleibt.
Dabei legt sie Wert auf Ausgewogenheit zwischen realer und virtueller Welt. „Ohne Internet bewegt sich die Welt schön langsam, aber es ist das Medium, was (fast) alle nutzen!“, bringt sie es auf den Punkt und entführt die Jugendlichen in eine andere – ganz alte Welt.

Klingt langweilig? Keineswegs! Denn obwohl die Zwickauer Priesterhäuser nachweislich zu den ältesten erhaltenen Wohnhausensembles in Deutschland zählen und damit bis auf das Jahr 1264 datiert werden können, versprüht das Haus eine besondere Aura! Welche? Dazu taucht Ihr am Besten in den Podcast ein – lauscht dem Knarzen der Dielen und den Glocken des Zwickauer Doms. Denn die Priesterhäuser befinden sich nur einen Steinwurf entfernt davon.

Logisch, dass die Reformationszeit mit Zwickau und den Priesterhäusern eng verknüpft ist und auch hier jede Menge „Stoff“ für das 500. Jahr der Reformation zur Verfügung steht.

Ja, es stimmt, die Priesterhäuser am Zwickauer Domhof mögen auf den ersten Blick klein erscheinen, aber wie sagt man so schön: „Klein – aber Oho!“

Nun aber Ohren auf und viel Freude beim Reinhören, entweder direkt bei iTunes oder hier😉

Weiterführende Links:
Programm zum Internationalen Museumstag
Virtueller Rundgang

Adresse:
Priesterhäuser – Museum für Stadt- und Kulturgeschichte
Domhof 5
08056 Zwickau

Einen klitzekleinen Einblick gibt es hier:

„Gestatten, Henning!“ [Blogparade]

Prolog: Was wirklich geschah!

…und dann stehe ich vor dem Kunstwerk, bewege mich in einem ehrfürchtigen Halbkreis nach links und rechts, während die scheinbar fluoreszierenden Farben mit mir in den Dialog treten. Dabei klingen die Worte des Kurators noch nach: „Manches Unterfangen war schon recht abenteuerlich, um an scheinbar verschollene Werke heranzukommen“.

Überleitung: Das Warum!

Welche Werke, von welchem Künstler und vor allem wo geschehen und gesehen? Fragen über Fragen, die heute im Blog des Museumscastes einmal ausführlicher beantwortet werden sollen. Es gibt also diesmal, nicht nur jede Menge auf die Ohren sondern auch ein paar Zeilen mehr für die Augen😉 Der Grund dafür ist einfach und interessant zugleich: Das Museumsportal in Bayern ruft noch bis 14. Mai 2017 in seiner Blogparade zum #Perlenfischen auf. Natürlich nicht auf hoher See, sondern in museal-historischen Gewässern und da der Museumscast gerne Staub aufwirbelt, um nach Museumsperlen zu suchen, lag es nahe, mitzumachen.

Höhepunkt: Des Rätsels Lösung!

Nun aber genug der Vorrede. Ich möchte euch nicht länger auf die Folter spannen, welche Perle ich gefunden habe. *Trommelwirbel*

Meine gefundene Perle hört auf den Namen Henning: Ein Ölgemälde des deutschen Maler Otto Griebel, welcher von der Fachwelt gerne als Protagonist des kritischen Realismus der 1920er Jahre bezeichnet wird. Mit seiner Sicht der Dinge fanden sich die Themen Politik und Sozialkritik plötzlich in Kunstausstellungen wieder. Deshalb sind  politisch orientierte Werke wie „Die Internationale“ von ihm bekannter. Doch wie das beim Fischen von Perlen ist, sie sind selten. Also gilt mein Augenmerk dem „Henning“. Wie in den eingangs recht blumig geschriebenen Zeilen, präsentiert sich „Henning“ anders – eben strahlend und friedlich. Durchaus ein Gegensatz zu vielen anderen Werken eines Otto Griebel.

Doch man (bzw. eigentlich ich) würde dem damals in Dresden lebenden Maler unrecht tun, ihn nur in die revolutionäre Schiene zu schieben. Seine Gästebuchkunstwerke zeugen von schelmischen Humor und die oftmals mit Kohle gezeichneten Akte zeigen, dass er trotz seiner Kriegserlebnisse andere Seiten kannte. Und genau solch eine bunte Seite spiegelt sich in dem Bild des Henning wider. Es zeigt einen kleinen Jungen auf einem oppulent-wirkenden Teppich sitzend mit einem Elefanten spielend. Ordentlich gekämmt und brav den Maler anschauend. Vielleicht hat ihn seine Mutter gerade zur Räson gebracht, damit er doch ruhig sitzen möge, wenn Onkel Otto schon mal zu Besuch ist und ihn portraitieren möchte. Das erforderte damals noch Geduld und war eben nicht mit einem Klick erledigt. Pinselstrich um Pinselstrich. Denn bei diesem von mir staunend betrachteten Werk handelt es sich um ein Ölgemälde auf Leinwand, welches 1933 entstand und den Sohn von Griebels Bruder Eduard zeigt. Scheinbar fast jedes Detail genauestens skizziert und für die Ewigkeit festgehalten.
Auch hier konnte der Künstler mit absoluten Gegensätzen aufwarten – vom feinsten Detail bis zur groben Kohlezeichnung (wie auch das nachfolgende Foto zeigt).

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Abspann: Die Hintergründe!

„Henning“ ist ein Gemälde von insgesamt 120 präsentierten Werken, welche in akribischer Kleinstarbeit vom Kustos der Städtischen Galerie Dresden, Johannes Schmidt, zusammengetragen wurden. Viele Werke von Otto Griebel befinden sich nämlich nicht nur in öffentlichen Sammlungen, sondern sind in Privatbesitz. Neben der Ausstellung ist ein umfangreiches Werksverzeichnis entstanden. Das Bild „Henning“ befindet sich in Privatbesitz in Leipzig.

Kurz vorm Ende: Ohren spitzen!

Klarer Fall, jetzt gibt es noch was auf die Ohren, denn für den Museumscast habe ich mich mit Kustos, Johannes Schmidt und der Museumsleiterin des Heimatmuseum Meerane, Cornelia Sommerfeld, unterhalten. Sie konnte neben vielen anderen Museen und Galerien ebenfalls zum Gelingen des Werksverzeichnisses beitragen, da in der Geburtsstadt des Künstlers – Meerane – weitere Zeichnungen zu finden waren. Im PODCASTGESPRÄCH berichten beide über die Ausstellung, Hintergründe und die spannende Suche nach einem verschollenen Werk.

Noch bis zum 7. Mai 2017 präsentiert die Städtische Galerie Dresden die großartige Otto Griebel Ausstellung „Im Panoptikum der Zeit“. Ein Besuch der sich absolut lohnt; und vielleicht empfindet ihr ja genauso, wenn ihr vor dem Henning verweilt 😉

Weiterführende Infos zur Städtischen Galerie Dresden:
Webseite: galerie-dresden.de

Adresse: Städtische Galerie Dresden
Wilsdruffer Straße 2
01067 Dresden

Öffnungszeiten: Montag geschlossen
Dienstag-Sonntag 10-18 Uhr
Freitag 10-19 Uhr

Dieser Blog/Podcast ist Teil der Blogparade #perlenfischen.
HIER findet ihr bereits tolle Texte.

Viel Spaß beim (Ab)tauchen!

Einblicke in die Otto Griebel Ausstellung ein VLOG von einfachkreativ auf Vimeo.

1000px-1741Selbstbildnis des Künstlers

Ein Museum zum Abheben

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Danny Neukrich, Vereinsgründer „Pionierflugschanze“ Langenchursdorf e.V., in seinem Museum. (c) Foto: Andreas Kretschel

„Die Zeiten als man noch abhob, waren längst vergangen, wäre da nicht ein Spaziergang im sogenannten Hellmannsgrund gewesen“, berichtet der waschechte Sachse, Danny Neukrich, im Podcastgespräch. Da loderten die Erinnerungen an seine Zeit als herangehender Skispringer auf, denn sein Weg führte an die ehemalige Pionierflugschanze Langenchursdorf vorbei – vom Zahn der Zeit stark „angefressen“.

Du hast richtig gelesen – auf dieser kleinen sächsischen Flur – thront im Dickicht des Waldes eine Skisprungschanze. Hier wurden die heranwachsenden Kinder und Jugendlichen nach DDR-Manier ausschließlich für die Nordische Kombination trainiert. Später würden sich die besten Springer dann auf den bekanntesten Schanzen einen Namen machen. Bei Danny Neukirch kam es nicht mehr so weit, denn die Wende brachte das wintersportliche Treiben zum Erliegen und die Pionierflugschanze geriet ins Vergessen. Bis zu jenem bedeutsamen Wandertag, der einen historischen Fund ans Licht brachte. Dann ging alles fast Schlag auf Schlag: Die Idee zu einer Chronik wurde geboren, Fotos in akribischer Kleinarbeit ausfindig gemacht, um festzustellen, dass eine schriftliche Chronik allein nicht reichen würde; und eine weitere Idee zur lebendigen Chronik in Form eines Museums war geboren.

Die spannende Geschichte dazu kannst du hier im PODCAST oder auch bei iTunes anhören.

Viel Spaß beim Eintauchen in längst vergangene Zeiten;-)

Weiterführende Links:
Facebookseite „Pionierflugschanze Langenchursdorf“

Öffnungszeiten:

03. und 31. Oktober 2017
16. November 2017
25. und 26. Dezember 2017
jeweils 14.00-18.00 Uhr

Presseartikel:
Die Aktiven vom Hellmannsgrund erfüllen sich einen Traum, Freie Presse 25.05.2016
Skisprung-Museum geht in die Zielkurve, Freie Presse 26.07.2016
Das coolste Museum der Region, Freie Presse 01.10.2016
Legendärer Töpferpokal diente viele Jahre als Blumenvase, Freie Presse 18.02.2017

Einblicke in das Museum „Pionierflugschanze Langenchursdorf“
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Soll ich, soll ich nicht…?!

_MG_12241000pxBegeisterten Märchenfreunden dürfte der Titel dieses Podcastes verdächtig bekannt vorkommen. Genau – es sind die Worte Aschenbrödels als sie heimlich zum Ball reitet und an den Treppenpfeilern abzählt, ob sie zum Ball des Prinzen gehen soll oder nicht…

Wir wissen, sie machte sich die Entscheidung nicht leicht, ging aber dennoch und ZACK … bekam auch noch den Prinzen. Das wäre also die Kurzfassung zu „3 Haselüsse für Aschenbrödel“. Doch was hat dieses Märchen mit dem PODCAST-Interview von Christina Ludwig, der Leiterin des Museum – Naturalienkabinett Waldenburg zu tun? Sie fragte sich auch: „Soll ich oder soll ich nicht die Förderung beim Bund beantragen?“ Schließlich haben bisher nur große Kommunen solch eine Bundesförderung bekommen und die Stadt Waldenburg ist mit ihren gerade mal 4.000 Einwohnern nicht wirklich groß. Erschwerend kommt hinzu, dass die Stadt keinen Bahnanschluss mehr hat und in der Provinz liegt – zwar im wunderschönen Muldetal – aber eben auch irgendwie von der Außenwelt (scheinbar) abgeschnitten.

Lange kreiselte also die Idee bei der gebürtigen Vogtländerin im Kopf herum und wurde (erstmal) verworfen. Doch irgendwas ließ Christina Ludwig nicht los. Sie kramte, nach tiefgründigen Überlegungen, die Unterlagen wieder heraus und machte sich frohen Mutes ans bürokratische Werk.
„Wir haben noch nie von so einer kleinen Kommune einen Antrag bekommen“, hieß es vom Fördermittelgeber, als die Unterlagen beim Bund eingegangen sind. Doch Christina Ludwig blieb dran, biss sich mit viel Herzblut und Enthusiasmus durch – startete eine groß angelegte Pressekampagne und rührte kräftig die Werbetrommel für „ihr“ Museum.

Auch hier kürzen wir die Geschichte wieder ab, denn das könnt Ihr, liebe Leser, alles hautnah im Museumscast miterleben bzw. hören. Da berichtet die Museumsleiterin über ihre spannenden Erlebnisse auf dem Weg zu einer 100% Födermittelzusage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Außerdem gibt es Einblicke, welche digitalen Planungen in der Ausstellung bevorstehen und wie ein Museum – welches komplett unter Denkmalschutz gestellt ist – diese Gratwanderung mit Bravour meistert.

Taucht ein in die einstündige Hörgeschichte!
Viel Spaß;-)

Hier geht es zu den im Podcast erwähnten Zeitungsartikeln:
Freie Presse Bericht vom 04.01.2017
Freie Presse Bericht vom 07.01.2017

Weiterführende Links:
Facebook-Seite Museum Waldenburg
Webseite mit 360° Rundgang
Zum PODCAST

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